Joseph Beuys, 2020

Nikolai Makarov | Russian | Born 1952

Preis
€40.000

zzgl. 19% MwSt.

Nikolai Makarov | Russian | Born 1952

Acrylic on canvas

63 × 55 1/10 in

160 × 140 cm

Nikolai Makarovs Werke befinden sich in zahlreichen Sammlungen weltweit, die zusammen mit neuen Gemälden und Kunstinstallationen regelmäßig in Galerien und Museen gezeigt werden. Zudem setzt der Künstler sein beeindruckendes Engagement für den russischedeutschen Kulturaustausch bis heute fort. Nikolai Makarov lebt und arbeitet in Berlin.

Die VIRTUAL GALLERY zeigt ab dem 20. März 2022 eine Ausstellung von Nikolai Makarov. Die Einzelausstellung umfasst zahlreiche neue Gemälde des in Berlin lebenden Künstlers, die zum ersten Mal ausgestellt werden. Die Arbeiten von Nikolai Makarov befinden sich in namhaften Sammlungen, darunter u.a. von Pierce Brosnan, Oliver Stone, Richard Gere, Ellen de Generes und Al Pacino.

Nikolai Makarov nutzt für seine Gemälde Fotografien als Vorlagen, die er überwiegend selbst anfertigt. Bei der Auswahl seiner Kameras legt er Wert darauf, dass die fotografische Technik es ihm erlaubt, die von ihm für seine Malerei gewünschte Komposition und Atmosphäre bereits im Vorbild herzustellen – ein Entstehungsprozess, der die Arbeit mit der Fotokamera einbindet, den letzten entscheidenden Schritt aber auf ein anderes Medium auslagert. Nicht zuletzt ist die Motivwahl durch das Wechselspiel des fotografischen Blickes und der Sichtweise des Malers beeinflusst. Mit dieser Erweiterung des fotografischen Prozesses führt er die vom Auge wahrgenommene Realität über die Zwischenstation zweidimensional gebannter Fotografien wieder einer, wenn auch ungleich geheimnisvolleren und vielschichtigeren, Dreidimensionalität zu, indem er Ebene um Ebene das Motiv auf der Leinwand schemenhaft und unscharf neu entstehen lässt.

Schon zu Beginn seiner Karriere wechselte Nikolai Makarov von Ölfarbe und Pinsel zu einer aufwendigen Maltechnik mit Acrylfarbe und Spritzpistole. Im Entstehungsprozess seiner Gemälde fertigt er zunächst eine Untermalung mit schwarzer Acrylfarbe an, um die Bildkomposition festzulegen und mit dem Gestaltungsmittel des Chiaroscuro eine Lichtdramaturgie zu erzeugen. Anschließend werden wasserverdünnte Acrylfarben in mehreren Schichten aufgetragen und bei Bedarf verwischt, wodurch Makarov seinen Gemälden einen SfumatoeEffekt verleiht. Die abschließende Schicht bildet der aus Braunkohle gewonnene Pigmentfarbstoff Kasslerbraun, der im letzten Arbeitsschritt in die Leinwand eingewaschen wird. Der dabei entstehende, für Makarovs Gemälde typische bräunliche Schleier, der die dargestellten Figuren und Gegenstände zu verhüllen und zu umschweben scheint, erinnert an den sogenannten Galerieton, den natürlichen Nachdunklungsprozess von Ölgemälden, der eigentlich durch Vergilbung und Oxidation hervorgerufen wird.

Die Werke Nikolai Makarovs weisen anlehnend an den Symbolismus eine irreale, teils finstere Atmosphäre auf. Er verbindet die Einfachheit des Motivs mit dem Geheimnisvollen – eine Grundannahme des Symbolismus, die Hauptvertreter wie Eugène Carrière (1849-1906) berühmt gemacht haben. Durch fotografische Vorlagen, die als Vorarbeit der Gemälde dienen und anschließend mit einer detailfreien Malweise auf Leinwand umgesetzt werden, entsteht bei Nikolai Makarov der Eindruck, dass die Grenze zwischen imaginären und realen Sinneseindrücken verschwimmt. Bildgegenstände werden in eine hintergründige und unbestimmte Sphäre übertragen. Dabei werden keine konkreten Inhalte und Bedeutungen vermittelt: Vielmehr geht es um Empfindungen, Meditation, Leidenschaft und Träume. Thematische Assoziationen wie Dunkelheit und Tod, oftmals in Verbindung mit Erotik, sind ebenso präsent wie die Verarbeitung des »unbewussten Seelenlebens«, Ursprünglichen und der Reinheit.

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